Satisfactory Dedicated Server einrichten: RAM, SteamCMD, Ports, Admin-Passwort und Backups
Eigener Satisfactory Dedicated Server: Hardwarebedarf, Installation per SteamCMD, Ports 7777 und 8888, Server beanspruchen, Spielstand hochladen, Backups.
Schedule I hat keinen offiziellen Dedicated Server. Hier erfährst du, wie der Community-Mod funktioniert, wie du deinen Spielstand umziehst und Patches überstehst.
Einen offiziellen Schedule 1 Dedicated Server gibt es nicht: Das Spiel ist für Koop gebaut, bei dem einer der Spieler hostet. Ein eigenständiger Server, der ohne Host-PC rund um die Uhr läuft, entsteht nur über einen Community-Mod, der eine Spielinstanz ohne Grafik als Host startet. Das funktioniert, ist aber inoffiziell, hängt an der jeweiligen Spielversion und braucht nach jedem Patch etwas Pflege.
In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie so ein Mod-Server technisch arbeitet, was die Alternative für deinen eigenen Rechner bedeutet, wie du einen laufenden Spielstand auf den Server bekommst und worauf du achten solltest, wenn das Spiel ein Update bekommt.
Nein. Schedule I setzt im Mehrspielermodus auf ein klassisches Host-Modell: Einer startet die Partie, die anderen treten über Steam bei. Der Rechner des Hosts berechnet die komplette Spielwelt, speichert den Spielstand und ist gleichzeitig der Rechner, auf dem gespielt wird.
Das hat zwei spürbare Folgen. Verlässt der Host das Spiel, ist die Session für alle beendet. Und der Spielstand liegt nur auf seiner Festplatte, die anderen können ohne ihn nicht weiterspielen. Genau diese Lücke versuchen Community-Projekte zu schließen.
Die verbreiteten Ansätze folgen alle einem ähnlichen Prinzip: Statt einer eigenen Server-Software, die es nicht gibt, wird das vollständige Spiel gestartet, nur eben ohne Fenster und ohne Spieler davor. Ein Mod, meist über einen Mod-Loader wie MelonLoader eingebunden, übernimmt dann die Rolle des Hosts: Er lädt den Spielstand, öffnet die Lobby und lässt andere beitreten.
Unity-Spiele lassen sich grundsätzlich im Hintergrund starten. Viele Mod-Anleitungen nutzen dafür Startparameter wie diese:
"Schedule I.exe" -batchmode -nographicsWelche Parameter, Konfigurationsdateien und Ports der jeweilige Mod tatsächlich erwartet, steht in seiner Dokumentation. Verlass dich hier nicht auf allgemeine Anleitungen, denn die Projekte entwickeln sich schnell und unterscheiden sich im Detail.
Daraus ergeben sich ein paar Punkte, die in vielen Erklärungen untergehen:
Bevor du dir die Arbeit mit einem Mod-Server machst, lohnt der Blick auf die Alternative. Hostet ein Spieler selbst, laufen auf seinem Rechner gleichzeitig Darstellung, Eingabe und die komplette Simulation: NPCs, Kunden, Angestellte, Wachstum und Produktion auf allen Grundstücken.
Spürbar wird das vor allem im späteren Spielverlauf. Je mehr Angestellte, Grundstücke und Produktionsketten aktiv sind, desto mehr hat die CPU des Hosts zu tun. Dazu kommt die Upload-Bandbreite: Alles, was die Mitspieler sehen, geht vom Host-Anschluss raus. Bei einer schwachen Leitung bekommen die anderen Ruckler, obwohl der Host selbst flüssig spielt.
Ein typisches Muster in kleinen Gruppen: Ein Spieler hat den stärksten Rechner und die beste Leitung, aber nicht die meiste Zeit. Wenn die anderen auch ohne ihn weiterspielen wollen, ist das der eigentliche Grund für einen Dedicated Server, nicht die Leistung.
Faustregel: Spielt ihr fast immer zusammen und der Host hat einen ordentlichen Rechner, reicht das normale Koop-Hosting. Ein Server lohnt sich, wenn der Spielstand unabhängig von einer Person erreichbar sein soll.
Die konkreten Befehle hängen vom Mod ab, die Reihenfolge ist aber bei allen Projekten ähnlich:
Ein Tipp aus der Praxis: Mach den ersten Test immer mit einem frischen Testspielstand. Wenn dabei etwas schiefgeht, verlierst du nichts.
Ihr habt schon zig Stunden in eurem Imperium stecken? Der Spielstand liegt beim bisherigen Host. Unter Windows findest du ihn in der Regel hier:
%USERPROFILE%\AppData\LocalLow\TVGS\Schedule I\Saves\<SteamID>\SaveGame_1Die Nummer am Ende steht für den Speicherplatz, den ihr im Spiel gewählt habt. Kopiere immer den kompletten Ordner, nicht einzelne Dateien.
Bevor du irgendetwas verschiebst, sicherst du den Originalordner. In PowerShell geht das mit einem Befehl:
Compress-Archive -Path "$env:USERPROFILE\AppData\LocalLow\TVGS\Schedule I\Saves" -DestinationPath "$env:USERPROFILE\Desktop\ScheduleI-Saves-Backup.zip"Danach kopierst du den Spielstand-Ordner an die Stelle, die dein Server-Mod erwartet, und trägst ihn in der Konfiguration als zu ladenden Stand ein. Bei einem gemieteten Gameserver lädst du die Dateien über den Dateimanager oder per SFTP hoch, wie im Hilfeartikel zu Mods, Plugins und Dateien auf dem Game-Server beschrieben.
Worauf du achten solltest:
Hier liegt der Teil, über den viele Anleitungen schnell hinweggehen. Ein Mod-Server ist ein Basteln am Spiel, und das hat Folgen.
Funktioniert etwas nicht, hilft dir weder der Spielentwickler noch dein Hoster weiter, was die Spiellogik angeht. Ansprechpartner ist die Community rund um den Mod, meist über GitHub-Issues oder Discord.
Ein Mod greift tief in die Spiellogik ein. Bugs können sich zeigen, wenn NPCs hängen bleiben, Geld doppelt verbucht wird oder ein Stand nicht mehr lädt. Deshalb sind regelmäßige Backups keine Kür, sondern Pflicht.
Mods und Mod-Loader führen Code auf dem System aus. Lade sie nur aus der offiziellen Quelle des Projekts, nicht aus Reuploads oder zufälligen Download-Seiten. Auf einem eigenen Server gilt außerdem das Übliche: Firewall nur für die nötigen Ports öffnen, Zugänge absichern.
Nicht alles, was im normalen Koop klappt, klappt auch mit einem headless Host. Je nach Projekt fehlen einzelne Funktionen oder verhalten sich anders. Lies vor dem Start die Liste bekannter Einschränkungen.
Schedule I befindet sich im Early Access und bekommt regelmäßig Updates. Jeder Patch kann einen Mod-Server lahmlegen, bis der Mod an die neue Version angepasst ist. Das ist kein Fehler deiner Einrichtung, sondern liegt in der Natur inoffizieller Mods.
Ein bewährter Ablauf:
Wichtig für die Mitspieler: Steam aktualisiert die Clients meist automatisch. Hat der Server noch die alte Version, kann niemand beitreten. Sprecht euch in der Gruppe ab, oder pausiert in dieser Zeit und spielt im normalen Koop weiter.
Wer Spaß am Basteln hat, kann einen Schedule 1 Dedicated Server auf einem eigenen Rechner oder einer virtuellen Maschine mit Windows betreiben. Du hast dann volle Kontrolle, musst aber Betriebssystem, Updates, Firewall und Backups selbst im Blick behalten.
Die andere Möglichkeit ist ein vorbereiteter Gameserver. Bei Hostleaf kannst du zum Beispiel einen Schedule 1 Server mieten, der im Panel mit Konsole, Dateimanager und Port-Übersicht verwaltet wird. Die Server stehen in Rechenzentren in Deutschland und den Niederlanden, und ein netzwerkseitiger DDoS-Schutz ist standardmäßig aktiv. Wie Schutz und Savegame-Sicherung bei Gameservern zusammenspielen, steht im Artikel zu DDoS-Schutz und Savegame-Backups. Die Abhängigkeit vom Community-Mod und von Spiel-Patches bleibt aber auch dort bestehen, das gehört zur Ehrlichkeit dazu.
Nein. Das Spiel unterstützt nur Koop mit einem Spieler als Host. Dedicated Server sind ausschließlich über Community-Mods möglich, die das Spiel ohne Grafik als Host starten.
In der Regel ja, denn die Mods starten das vollständige Spiel. Die Server-Instanz braucht deshalb meist ein Steam-Konto, das Schedule I besitzt. Die genauen Anforderungen stehen in der Dokumentation des jeweiligen Mods.
Ja. Du kopierst den Ordner des Spielstands vom bisherigen Host auf den Server und trägst ihn in der Mod-Konfiguration ein. Wichtig sind eine Sicherung vorher und dieselbe Spielversion auf beiden Seiten.
Meist passen Spielversion von Server und Clients nicht mehr zusammen oder der Mod unterstützt den neuen Patch noch nicht. Warte auf ein Mod-Update, sichere den Spielstand und aktualisiere Spiel und Mod danach gemeinsam.
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